Make Vermögensaufbau sexy again!

Was ist schon attraktiver als ein durchdachtes Depot?

Am Freitag war ich mit einigen Freunden in einer Bar, typischer Männer-Abend. Die Stimmung war heiter, die Musik gut und das Publikum bunt gemischt. Einige Tage zuvor hatte ich mit einem Freund über Finanzblogs gesprochen. Er war der Meinung, es könne da nicht viele Leser geben, schließlich sei das Thema „nicht sexy genug“. Das konnte ich nun ganz und gar nicht verstehen und wollte dies anhand einer Feldstudie widerlegen.

Nun bin zwar seit einiger Zeit glücklich in festen Händen, doch zum Wohle der Finanzbloggergemeinde fühlte ich mich nach einigen Bieren berufen, meinen Marktwert zu testen. Natürlich lediglich um zu beweisen, dass das Thema Vermögensaufbau eine enorme Anziehungskraft ausübt. Als unfreiwillige Studienteilnehmerin machte ich eine junge Dame an der Bar aus. Hübsch, brünett, sympathisches Lächeln und potenziell finanziell interessiert (hab da ein Auge für…). „Nun gut“, sagte ich zu mir, „zum Wohle der Wissenschaft und im Namen von Tim S.“ Als Ritual gab ich meinem Mittelfinger einen verstohlenen Kuss und machte mich auf den Weg.

Es waren nur ca. 10 Meter zur Bar doch beim Betrachten der unwissenden Studienteilnehmerin regten sich Zweifel in mir. Sie trug teuer aussehendes Schuhwerk – „Was wenn wir mit unserer Einstellung zum Minimalismus nicht d’accord gehen?“. Mein Blick wanderte auf ihr Getränk – „Sie trinkt einen Manhattan…Ist das ein Ausdruck ihrer Einstellung zur Wallstreet? Steht sie auf Finanzanalysten? Was wenn sie privat Aktienanalysen liest? Und das nicht zur ironischen Erheiterung?! Oh mein Gott, wir hätten uns rein gar nichts zu sagen!“. Der Blick in ihr Gesicht beruhigte mich etwas, das Grübchen beim Lächeln ließ auf Humor hoffen – „Wenn jetzt noch ein Hang zur Satire dazu kommt, könnte es ein interessantes Gespräch werden.“

Gekonnt stellte ich mich vor: „Hey, Pascal der Name. Ich schreibe den Finanzblog mit der größten Dichte an „Fuck Yous“ im deutschsprachigen Raum.“ Bamm, elegante Einleitung und gleich mit einem sexy Thema Eindruck machen. Ich war mit dem Einstieg zufrieden, schließlich sind die ersten Sekunden ja entscheidend.

vermögensaufbau

Die junge Dame schien allerdings eher verwirrt zu sein. „Äh was? Ähm, hi, Lisa“. Lisa also war der Name meiner Studienteilnehmerin. Hübscher Name. Die geballte erotische Strahlkraft eines Finanzblogs schien sie allerdings etwas überrumpelt zu haben. Ich entschied mich die Sache langsam anzugehen. Ein klassischer Ice-Breaker musste her „Lisa, freut mich. Sag mal stehst du eher auf physisch oder synthetisch replizierende ETFs?“

„Häh, was?“ Die Reaktion war verständlich, schließlich ist das ja eher eine Geschmacksfrage. Lisa schien also eine Expertin zu sein. Sie legte auch gleich nach: „Bist du so ne Art Investmentbanker?“ Ihr Blick hellte sich dabei deutlich auf. Das verunsicherte mich. Wollte sie mich necken? Lisa hatte es ganz klar faustdick hinter den Ohren…

Ich antwortete entrüstet: „Aber nein! Ich interessiere mich für den langfristigen Vermögensaufbau mittels passiven Investmentstrategien und berichte darüber in meinem Blog!“ Selbstbewusst schenkte ich ihr ein verschmitztes Lächeln.

Sie daraufhin: „Ohh, ok, aber das ist dann schon so wie bei ‚Wolf of Wallstreet‘ oder? So mit voll dem Risiko und Graphen und Drogen?“ Lisa war hartnäckig. Offenbar testete sie mich und versuchte mich aus der Reserve zu locken. Sie tat sogar so, als wäre sie von meiner angenommenen Tätigkeit begeistert. Sie spielte verführerisch mit ihrem langen Haar und nippte an ihrem Cocktail. Oh, Lisa war verdammt gut. Doch ich blieb gelassen, ich würde ihrem Test standhalten.

„Nun, eigentlich versuche ich das Risiko durch eine breite Diversifikation möglichst gering zu halten. Ohne Risiko geht es allerdings nicht. Von Charts halte ich gar nichts. Und Kokain würde mich nur interessieren, wenn darauf ETCs gehandelt werden würden.“ Der kleine Witz sollte Lisa signalisieren, dass sie es hier mit einem ebenbürtigen Gesprächspartner zu tun hatte.

Lisa allerdings schien das Lachen zu unterdrücken. Nervenstark. „Ähm, okayyy. Aber du bist schon quasi reich, oder? Was für ein Auto fährst du? Hast du ein Cabrio?“

Sie ließ einfach nicht locker. Schien aber deutlich an der finanziellen Freiheit interessiert zu sein. Absoluter turn on. „Haha, ich nage nicht am Hungertuch aber reich bin ich nicht. Vielleicht aber in 20 Jahren, abhängig von der Entwicklung meiner Einkommensstruktur, Sparquote und der Lage am Kapitalmarkt. Ein Auto besitze ich nicht. Der Wertverlust bei einem Neuwagen ist im ersten Jahr vollkommen absurd. Doch mein Fahrrad ist ja quasi ein 360 Grad Cabrio. Hättest du denn mal Lust auf eine Radtour? Wir könnten ein Picknick machen, über Anlagestrategien philosophieren, uns gegenseitig unsere dümmsten Investments verraten und uns über Mick Knauff lustig machen. Abends schauen wir vielleicht noch den neuen Blockbuster von Tim S., aufgenommen im aufregenden Manhattan!“

Lisa wollte nicht. Lisa musste plötzlich schnell weg. Schade.*

vermögensaufabu

Make Vermögensaufbau sexy again.

Ich kehrte zu meinen Jungs zurück und bestellte mir zwei Tequila. Es war eindeutig: Langfristiger Vermögensaufbau ist nicht mehr sexy. Finanzblogger genießen doch nicht dasselbe ansehen wie Fashionblogger und Schauspieler. Eine Erkenntnis, die nur mit hochprozentigen Getränken zu ertragen war.

Seit wann sind Investmentbanker hotter als Blogger? Seit wann schafft eine Aktienanalyse mehr Eindruck als passives Investieren? Seit wann übt ein Cabrio mehr Anziehungskraft auf Frauen aus als ein Retro-Rennrad? Ich dachte Minimalismus ist „in“? Was ist mit Dosenbier vor Champus? Mein Weltbild geriet ins Wanken. Doch ich musste der Wahrheit ins Auge blicken: Vermögensaufbau ist nicht sexy. Schuld daran war vermutlich Obama…

Die Suche nach den Ursachen

Da der langfristige Vermögensaufbau so offensichtliche Vorteile hat, könnte eine Ursache in der mangelnden Finanzbildung liegen. Wer langfristig investiert strahlt doch förmlich Kontinuität, Nervenstärke und Treue (mindestens gegenüber seiner Anlagestrategie) aus. Wer langfristig investiert ist kein Typ für One Night Stands, sondern potenziell der Mann oder die Frau für’s Leben. Haben sie doch bewiesen, dass sie süßen Versuchungen wie Aktienanalysen und Charttechniken widerstehen können und sich voll und ganz ihrer wahren Liebe widmen. Ein langfristiger Anleger gibt die Beziehung auch in schlechten Zeiten nicht sofort auf. Das Auf und Ab der Börse kennend, weiß er, dass nach einer Krise auch immer eine Hausse kommt. Langfristig geht es dabei sowieso nach oben. Wenn das kein Traumpartner-Material ist, weiß ich auch nicht.

Vielen scheint dies aber einfach nicht bewusst zu sein. Felix führt in seinem Gastartikel bei den kritischen Anlegern drei Gründe für diese Misere auf.

Zunächst ist da selbstverständlich die mangelnde Vermittlung von Grundlagen des Finanzsystems in der Schule. Die Beschäftigung mit Goethe und Mozart führt bei den Blagen zu vollkommen falschen Vorbildern und Erwartungen. Dazu sind sie auch sehr aus der Zeit gefallen. Kein Wunder, dass die Kinder keinen Bock auf Schule haben und sich ihren späteren Traumprinzen eher wie Mario Götze als wie Warren Buffett vorstellen. Ich fordere daher im Deutschunterricht die Lektüre der „Leiden des jungen Werther“ von Goethe durch ein eingehendes Studium des Kommer zu ersetzen. Der Ausflug in die Oper zur Zauberflöte gehört ersetzt durch einen Kinobesuch zu „The Big Short„. Im Mathematikunterricht werden ab sofort Volatilitäten berechnet und im Kunstunterricht dürfen sich die Kinder ihren eigenen Index basteln.
Da der Spaß beim Lernen nicht zu kurz kommen darf, fordere ich zudem die Einführung des Fachs „Angewandte Hokus-Pokus Wissenschaften“. Hier dürfen Oberschüler ihre eigenen Graphen malen und danach gekonnt analysieren. Die ambitionierteren unter ihnen können sogar ihre ersten eigenen Aktienanalysen durchführen. Da die Schulen allerdings chronisch knapp bei Kasse sind, vermute ich eine Unterversorgung an Glaskugeln….

Felix macht in der Konsumgesellschaft einen weiteren Grund für die Misere aus. Nicht langfristiges Sparen sondern Shopping ist sexy. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie wir Minimalismus sexy machen können. Allerdings ohne Erfolg. Wenn ich eine hübsche Frau in der Bar eine Stunde lang zuschwadroniere, wie erfüllend doch ein minimalistisches Leben ist, dass ich gerade ein stilles Wasser trinke, weil es das günstigste Getränk auf der Karte ist und im Sommer lieber zum FKK nach Spandau fahre als nach Honolulu, dann ist leider nicht mehr viel zu retten. Dass die Dame ob des Tshirts von Kik (gab’s im 10er Pack) und der Sandalen aus den 80ern (sind immer noch gut) nicht ganz wuschig wird, kann ich irgendwie nachvollziehen.

Die dritte Ursache liegt in der Tabuisierung der Thematik. Absolut richtig und deswegen arbeiten ja viele Finanzblogger so fleißig am Tabubruch. Let’s talk about Money, Baby!

Eine komplette Strategie für die Kampagne „Make Vermögensaufbau sexy again!“ habe ich also noch nicht. Aber wenn man heute ohne Plan Präsident werden kann, kann ich ja auch einfach mal eine Forderung in den Raum stellen. Über eure Vorschläge bin sehr gespannt!

Cheers.

* Diese Geschichte wurde durch alternative Fakten bereichert.

UPDATE:

19 Kommentare

  1. Passives Investieren ist so spannend wie einem Schneckenwettrennen auf Valium zuzusehen (es hat also doch wie Wolf of… etwas mit Drogen zu tun – nur eben mit anderen). Im Idealfall hat man einen ETF-Sparplan. Und dann passiert 30 Jahre lang nichts. Das erfüllt so ziemlich genau den Tatbestand von „ziemlich unspektakulär“. Oder sogar: langweilig, öde, dröge, schlafinduzierend. Ich sehe äußerst bärisch schwarz für die geplante Kampagne und setze short dagegen!

    • Hi Chris,
      sehr schöne Metapher, gefällt mir!
      Du magst Recht haben, viel Action gibt es beim langfristigen Investieren wahrlich nicht. Nun kann das natürlich auch für Verlässlichkeit, Kontinuität und Weitsicht stehen und ist es nicht genau das wonach viele derzeit suchen? 😉
      Ich prognostiziere also folgendes: Langeweile wird das neue Sixpack. ETF-Depot statt Ferrari und Spießigkeit statt Abenteurer! Ich entgegne deiner Short-Position also mit einer 3 fach gehebelten Long-Position ohne Stop-Loss.

      Beste Grüße
      Pascal

  2. Hi Pascal,
    Count me in, wenn Du Deine Kampagne „Let’s make Vermögensaufbau sexy again“ startest! Müssen uns nur noch überlegen, ob wir alternative Fakten einfließen lassen oder nicht 😉
    Ich glaube, dass das Ergebnis – nenn es finanzielle Freiheit, stinkreich sein oder wie auch immer Du willst – durchaus genug Sexappeal hat. Allein der Weg dorthin ist wohl nicht so populär. Da eine völlige Trennung von Ursache und Wirkung doch nicht denkbar ist, möchte man meinen, dass die Wirkung/das Ergebnis genug Sexappeal abstrahlen sollte. Dein Feldversuch mit Lisa geht ja durchaus in diese Richtung!
    Eine Alternative wäre, Vermögensaufbau viel stärker zu sexualisieren – sex sell!
    Viele Grüße,
    FF

    • Hey FF,

      freut mich schon einen Mitstreiter für dieses ehrenvolle Ziel akquiriert zu haben!
      Alternative Fakten liegen voll im Trend, doch in diesem Fall vermögen auch die konservativen Fakten zu überzeugen.
      Du hast Recht, das Ergebnis ist zweifelsohne sexy, der Weg dahin nicht. Doch ist es nicht eigentlich immer so? Der gestählte Körper ist sexy aber der Weg dahin mit frühmorgendlichen Gym-Besuchen und bewussten Essen ist es nicht unbedingt. Menschen himmeln einen Star-Autor an, sehen aber nicht den entbehrungsreichen Weg, den er vielleicht hinter sich hat. Und so weiter. Es wird also Zeit den Prozess mehr zu zelebrieren!
      Sex sells immer! Ich kann mir daher vorstellen eine Gruppe attraktiver Waldorfschulen-Absolventinnen zu engagieren, die dann leicht bekleidet die Buchstaben „ETF“ tanzen. Wäre doch ein Anfang.

      Beste Grüße
      Pascal

  3. Hallo Pascal,

    ich habe mich wirklich weggeschmissen bei Deiner Geschichte.
    Besonders gut hat mir die Stelle gefallen:

    „Lisa, freut mich. Sag mal stehst du eher auf physisch oder synthetisch replizierende ETFs?“

    Eine solche Frage könntest Du höchstens auf einem Finanzbloggertreffen die einzelnen Teilnehmer fragen, um zu gucken, ob sie auch wirklich hier richtig sind. 😉

    Das Problem in unserer Gesellschaft ist, dass alle Menschen reich werden wollen und unendlich viel Geld zur Verfügung haben wollen, dafür aber gleichzeitig kein Geld sparen oder irgendwelche Anstrengungen auf sich nehmen wollen.
    Wenn Du bereits finanziell frei bist und von Deinem passiven Einkommen leben kannst, könntest Du damit vielleicht die Frauen beeindrucken.

    Vielleicht muss ich die Strategie von Dir auch mal bei der Partnersuche testen und dann über meine Erfahrungen auf meinem Blog berichten.

    Schöne Grüße
    Dominik

    • Hi Dominik,

      absolut richtig: ohne Fleiß kein Preis. Leider ist ersteres zunächst nicht sonderlich sexy, das Ergebnis dafür umso mehr.

      Ich kann es dir nur empfehlen mal bei der Partnersuche auszuprobieren. Wenn da eine Frau drauf anspringt, weißt du, dass du den Jackpot geknackt hast 😉

      Beste Grüße
      Pascal

    • Man Johannes,

      jetzt hast du hier mein dunkelstes Geheimnis preisgegeben. Wobei mein dunkelstes ist, dass ich insgeheim gehebelte CFDs auf die Deutsche Bank kaufe, aber das ist ein anderes Thema.
      In der Tat bin ich OP des Unterforums: „How to pick up hot financially responsable chicks“ – Die Gruppe erfreut sich bisher beschränkter Popularität, doch ich bin optimistisch meinen Fans eine Überrendite beim Dating bieten zu können 😉

      Beste Grüße
      Pascal

  4. Wer langfristig investiert ist kein Typ für One Night Stands, sondern potenziell der Mann oder die Frau für’s Leben. Haben sie doch bewiesen, dass sie süßen Versuchungen wie Aktienanalysen und Charttechniken widerstehen können und sich voll und ganz ihrer wahren Liebe widmen. Ein langfristiger Anleger gibt die Beziehung auch in schlechten Zeiten nicht sofort auf.

    <3 Das auf einem Datingportal und die richtigen Frauen stehen Schlange!

    An sich sind wir, die Leute aus der Finanzcommunity, schon eine kleine Sekte. Wir haben unseren Glauben, den wir verbreiten wollen (wenn auch nicht penetrant) und pushen uns Gegenseitig in unserem Glauben. Dazu gibt es noch heilige Schriften, die jeder gelesen haben muss. Der Partner sollte möglichst in der Hinsicht kein Atheist sein.

    Erinnert mich an ein Date zu Beginn meines Studiums: Der nette junge Mann, der als Führungskraft bereits eine ansehnliche Karriere hingelegt hatte, holte mich mit seinem dicken Auto ab und prahlte ziemlich rum und parkte im Halteverbot ("Ich kenn da einen, der regelt Strafzettel für mich.." ) und wollte mir direkt beim ersten Treffen Schmuck schenken. Da prallten Welten aufeinander. Ein Glück kam kurz darauf mein lieber, genügsamer Studentenfreund ums Eck. 😉

    • Hi Jenny,

      mit dem Sekten-Vergleich hast du schon irgendwo recht 😀

      Man darf die Begeisterung für das Thema Finanzen natürlich nicht auf den (potenziellen) Partner projizieren. Das wäre wohl zu viel verlangt. Andererseits muss ein gemeinsamer Nenner bei den Finanzen schon da sein. Ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen wie Tim S. Hand in Hand mit einem kreditkartenwedelnden und in Gucci-Vollaustattung steckenden Ehemann durch die Häuserschluchten von Manhattan wackelt. Das würde nicht funktionieren.

      Insofern ist dir mit der aufstrebenden Führungskraft bestimmt nichts entgangen 🙂 Klingt von der Beschreibung her auch absolut unsymphatisch…

      Beste Grüße
      Pascal

  5. Dein Artikel ist wirklich super! Habe sehr geschmunzelt und mag deinen Schreibstil 😀

    Thematisch habe ich aber schon etwas Kritik 😛

    Also ich finde langfristigen Vermögensaufbau auch nicht sexy! Das ist genauso „cool“ wie Briefmarken sammeln. Bei den Briefmarken braucht man aber wenigstens noch „Skills“, während für das dumme Sparen in Welt-ETFs niemand seinen Kopf anstrengen muss.

    Warum soll etwas Sexy sein, das nichtmal eine eigene Leistung erfordert?

    Und ehrlich: Zum Gespräch mit der „Dame“: Ich fände es auch nicht Sexy, wenn mir jemand erzählt, dass er in 20 Jahren vielleicht mal reich ist — abhängig davon was der Markt macht! Das ist wie bei Lottospielern. Sie sind auch irgendwann mal Millionär. Abhängig davon ob sie gewinnen oder verlieren.

    VG, Rico

    • Hey Rico,

      vielen Dank 🙂

      Ich meine Briefmarken sammeln hat jetzt nicht so den super sexy Ruf. Aber wenn eine hübsche junge Dame genüsslich die Rückseite einer Briefmarke ableckt, dann viellei…ach lassen wir das…

      Grundsätzlich bin ich da bei dir und meine ja auch nicht wirklich das ETF Sparen an sich jemals richtig sexy erscheinen lassen zu können. Allerdings stimme ich dem „Warum soll etwas Sexy sein, das nichtmal eine eigene Leistung erfordert?“ nicht ganz zu. Zunächst erfordert es ja die Beschäftigung mit der Thematik und die Umgehung der typischen Bankberater. Dann ist im Bereich Vermögensaufbau oft Untätigkeit sinnvoller als Aktionismus. Klar, wer andauernd am Traden ist, wirkt cool. Ob sich das am Ende aber auch in einem Mehr an Rendite widerspiegelt ist fraglich. Die Ruhe zu bewahren, auch in stürmischen Zeiten und langfristigen den Kurs zu halten, ringt mir mehr Anerkennung ab, als hektischer Aktionismus.

      Und zum Lotto: Mag sein aber meine Chancen stehen deutlich besser 😉

      Beste Grüße
      Pascal

  6. Schon mal getradet (z.B.Forex) und innerhalb von Minuten 200+% Rendite kassiert?
    Davon kommt man nicht mehr so einfach weg. Das ist hochgradig süchtig machend…
    DAS ist sexy!
    Aber der Entzug ist brutal. Und dauerhaft auf dem Trip bleiben, kann man sich nicht leisten, da er mit permanenten Schäden endet.

    Heute muss ich ständig mein Mantra runterleiern: „5-10% sind doch super! Das ist genug für diesen Monat.“, damit ich nicht wieder abhängig werde. Muss bewusst mehr in „unsexy“ Alternativen diversifizieren.

    Das „sexy“ müssen dann „alternative“ Investments übernehmen, wie Wetten auf den nächsten US Präsidenten. Das war ja mal ein irrwitziger +EV!

    • Hi Brainlessbetting,

      das habe ich in der Tat noch nicht gemacht. 200% Rendite sind in der Tat recht sexy. 100% Verlust dagegen so attraktiv wie Warren Buffett im Bikini…
      Was meinst du denn mit permanenten Schäden? Finanzieller Natur oder psychologischer?

      Deine „alternativen“ Investments klingen auch nicht schlecht 🙂 Wie hoch der EV im Fall von President Trump langfristig jedoch sein wird, muss sich noch herausstellen 😉

      Beste Grüße
      Pascal

      • Daytrading ist eben auch etwas ganz anderes als Langzeitinvestitionen. Es ist spannend, pulsierend aber nicht umsonst in der höchsten Risikoklasse.

        Mit den permanenten Schäden meinte ich sowohl als auch. Man brauch schon ein besonderes Mindset um über längere Zeit profitabel zu bleiben.

        Der EV lag in der Quote die Trump bei Bookies hatte. Zumindest für Menschen mit kleinem Geldbeutel, denen nichts an der Einflussnahme auf amerikanische Politik lag. (;

    • Hi EasyWISA,

      nach einer kurzen Google Recherche habe ich festgestellt, dass mit HB hier nicht der Hämoglobin Wert gemeint sein kann 😉
      Rückblickend würde ich die Lisa als HB9 einstufen, sie hat sich im Laufe des Gesprächs dann aber klar zur HB10 entwickelt. Schade, trifft man ja nicht aller Tage 😉

      Beste Grüße
      Pascal

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