Warum du wahrscheinlich dein Leben lang ein Sklave des Geldes bleiben wirst

Sklave des Geldes

Es läuft bei dir, oder? Guter Job, nette Wohnung, schickes Auto und einmal im Jahr schön nach Malle. Warum auch nicht? Die Rechnungen werden schließlich jeden Monat pünktlich bezahlt. Und wenn es mal knapp wird – oder wie der Zeitgeist heutzutage sagt „wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat ist“, dann gibt es doch den Dispo. Oder in Niedrigzinszeiten sogar einen günstigen Kredit. Wenn du jetzt sagst, „haha, ich spare sogar am Ende des Monats immer nen Hunderter und gönne mir dann einmal im Jahr schön Malle…“, dann meinen Glückwunsch. Aber bitte: Lies weiter.

Läuft bei dir? FYOU! Das einzige was da läuft ist dein Dasein als Sklave des Geldes.  Aber Geld ist nicht irgendein plumper Diktator, der dich mit der Peitsche über’s Feld jagd. Geld ist schlauer und genau deshalb sind so viele seine Sklaven. Geld gibt dir den Glauben, dass es dein Leben reicher macht, indem du es morgens für einen leckeren Latte bei Starbucks ausgibst oder in deinen geleasten Audi steckst. Geld gibt dir das Gefühl, du hättest es durch harte Arbeit verdient und deshalb darfst du dir eben auch den kleinen Luxus des Alltags gönnen. Kommt ja nächsten Monat wieder neues auf’s Konto!

Hin und wieder jedoch lüftet sich der Schleier und du merkst wie vergänglich dieses Glück ist. Vielleicht wenn du dich Montagmorgen aus dem Bett quälst. Oder wenn dein geliebtes Auto einen Totalschaden hat, dein Konto aber nur noch für ein Matchbox-Auto ausreicht. Ach wäre jetzt etwas Fyou Money schön! Aber das können sich nur die da oben leisten. Unsereins muss jeden Monat sehen wo er bleibt….sagte der Sklave. Aber verzage nicht: Du bist in bester Gesellschaft. Oder zumindest in der Mehrheit.

In Deutschland besitzt jeder über 17 Jahren im Durchschnitt 88.000 Euro als Nettoreinvermögen. Nicht schlecht. Nur leider weiß jeder, der den Mathe-Unterricht in der Oberschule nicht geschwänzt hat, dass der Mittelwert so seine Tücken hat. Schauen wir uns daher den Median an. Der liegt schon nur noch bei 15.288 Euro. Nur leider besitzen Zweidrittel der deutschen Bevölkerung gar kein oder nur sehr geringes Geld- und Sachvermögen. 27% aller erwachsenen Deutschen besitzen sogar gar kein Nettovermögen oder haben Schulden. Es läuft darauf hinaus, dass das reichste Zehntel der Bevölkerung über 60% des Vermögens besitzt. „Die da oben bereichern sich auf unsere Kosten! Verbrecher!“ – Vielleicht. Teilweise. Aber zum Großteil sind weite Teile der Bevölkerung selbst Schuld an diesem Schicksal. (1)

Nur ein Drittel der Deutschen haben überhaupt Reserven (und dabei möchte ich noch nicht von Fyou Money sprechen). Der Rest? Sklaven. Sklaven des Geldes. Sklaven des nächsten Lohns. Sklaven des Lotto-Tickets als letzter Bastion ihres Traums von finanzieller Freiheit. Und die fast 27% mit Schulden? Haben zudem noch schwere Ketten um die Füße. Jeder Sklave hat einen Herren und glaube nicht eine Sekunde dieser wäre sich dessen nicht bewusst.(2)

Ich bezweifle nicht, dass es viele tragische Beispiele gibt, die ohne eigenes Verschulden durch schwere Schicksalsschläge in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Ich bin mir auch bewusst, dass es für Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen schwierig ist, sich ein Vermögen aufzubauen. Aber Zweidrittel der Bevölkerung? 66,7% ohne Rücklagen? Millionen von Menschen, die kein Fyou Money haben? C’mon!

Die Sparquote des Durchschnitts-Deutschen liegt bei 9%. Tendenz fallend. Und bei dir?

Mit einer 9%igen Sparquote stehen die deutschen Privathaushalte im Vergleich zu den USA sehr gut dar. Die Amerikaner brachten es 2011 nur auf 5,6%. (3) Dennoch ist das Ergebnis ernüchternd. Von einem Volk das für seinen Hang zum Sparen bekannt ist, hätte ich mehr erwartet. Wer ohne Rücklagen lebt mag so gut über die Runden kommen. Solange der monatliche Gehaltsscheck verlässlich kommt. Aber was ist, wenn unerwartet die Kündigung ins Haus flattert? Oder der neue Chef einem den Alltag zur Hölle macht? Eine größere Investition ansteht? Oder man einfach mal eine Umleitung im Leben nehmen will: Eine Auszeit zum Reisen oder sein eigenes Geschäft hochziehen? Das wird ohne Fyou Money verdammt schwer.

Mach dein Geld von deinem Herren zu deinem Diener

Die gute Nachricht: Die Entscheidung ob du dich zum Diener des Geldes machst, hängt von dir selbst ab. Noch viel besser: Geld kann sogar zu deinem Diener werden. Jeden einzigen Euro den du besitzt kannst du für dich arbeiten lassen. Tag und Nacht. Während du nichts weiter machst. Außer vielleicht hin und wieder auf den Becher Starbucks oder die neuen Schuhe zu verzichten.

Die weniger gute Nachricht: Wir Deutsche reden nicht gerne über’s liebe Geld. Die Rente ist ja bekanntlich sicher und die Geldanlage (falls überhaupt) überlässt man den lieben Herren von der Sparkasse. Ist ja auch mega komplex, diese Finanzwelt. Und dann diese Finanzkrisen! Da ist das Sparbuch, geschützt durch den Einlagensicherungsfonds, doch auf Dauer die bessere Alternative. Die Börse ist was für Zocker und Spieler.

Nunja. Folgerichtig „sparen“ über 50% der Deutschen indem sie ihr Geld auf dem Girokonto lassen. Ohne Zinsen. Es ist zwar richtig, dass Tagesgeldkonten (26%) und Sparbücher (31%) momentan auch kaum Zinsen zahlen. Eine weitere schlechte Anlage macht die erstere aber nicht besser. In den Nachrichten ist derzeit häufig von der Niedrigzinspolitik der EZB die Rede und wie sie die Sparer enteignet. Ja. Sie lassen es aber auch mit sich machen. Anstatt ihre Anlagestrategie zu ändern, geben sie lieber das sparen komplett auf (17%) und werden lieber zu Konsumsklaven. (4)

Nur 15% der Sparer sind direkt oder indirekt in Aktien investiert. Das ist schade und fatal für den eigenen Vermögensaufbau.

Auf Fyoumoney.de möchte ich in einer Reihe von Posts einfache Investmentstrategien erläutern und Sparern die Angst vor dem Kapitalmarkt nehmen. Investieren kann jeder. Jedoch ist es wichtig zu wissen, in was man investiert und wie Rendite und Risiko im Zusammenhang stehen. Wir werden uns Schritt für Schritt einer simplen und breitgestreuten Anlagestrategie mittels ETFs (Exchange Traded Funds) nähern. Ziel ist natürlich der Aufbau unseres Fyou Moneys!

Ich möchte gerne erläutern, wie jeder seinen Vermögensaufbau in die eigenen Hände nehmen kann. Aufmerksamkeit für finanzielle Verantwortung zu schaffen ist meine Leidenschaft. Die individuelle Anlageentscheidung kann ich aber niemandem abnehmen. Ich werde hier keine „Aktientipps für den schnellen Reichtum“ geben. Das ist Schwachsinn. Unser Aufbau des Fyou Moneys ist langfristig ausgerichtet.

Es würde mich freuen, wenn du dich mit mir auf die Reise in die finanzielle Unabhängigkeit begibst und auch gerne deine Meinung hinterlässt.

Cheers.

(1) Studie der Hans-Böckler-Stiftung
(2) Statistisches Bundesamt
(3) Statista
(4) Welt.de

4 Kommentare

  1. Wirklich klasse geschrieben. Kann dir nur zustimmen 🙂 Ich muss immer lachen, wenn sich die Menschen über ihre Arbeit beschweren, aber sich keine einzige Minute überlegen, wie sie sich davon befreien können.

    Ob dein FY-Weg funktioniert, wird sich allerdings auch noch zeigen müssen. Auf jeden Fall tust du was. Damit bist du vielen andere Menschen schon Lichtjahre voraus. Viel Erfolg dabei weiterhin! 🙂

    VG, Rico

    • Hi Rico,
      Danke für deinen Kommentar!
      Ja, sich zu beschweren ist immer die einfache Option. Tatsächlich zu handeln und etwas an seiner Situation zu ändern, scheint daher für viele Menschen keine Option zu sein. Sklaven-Dasein here we come.

      Ich bin voll bei dir – mein Weg hat keine Erfolgsgarantie. Dennoch fühlt es sich gut an aktiv zu werden und selbst wenn ich die komplette finanzielle Freiheit nicht erreichen werde, so wird es sich dennoch lohnen. Davon bin ich überzeugt.

      Beste Grüße
      Pascal

    • Der Ricö von „erfolgreich Vermögen verzocken“ – wie läufts? 😀
      Mal wieder 50% Minus gehabt, weil das „Risikomanagement“ nicht optimal war?

      • Hahaha, das denke ich auch immer, wenn ich was vom Ricö lese. xD
        Er ist aber auch nicht von seiner geilen Strategie abzubringen.
        Wirst sehen, irgendwann macht er die Milliarde und dann gucken wir doof.

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